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Biographiearbeit

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Was ist Biographiearbeit auf anthroposophischer Grundlage?

Der Lebenslauf des Menschen ist Ausgangspunkt der Biographiearbeit. In jedem Menschen gibt es Ereignisse, Erlebnisse und Krisen, die Fragen nach den Zusammenhängen und dem Sinn entstehen lassen.

Anthroposophische Biographiearbeit setzt bei den aktuellen Fragestellungen der Menschen an und lässt sich von diesen leiten. Sie begleitet und unterstützt den individuellen Entwicklungsweg.

Biographiearbeit kann dazu beitragen, eine fragende und offene Haltung der eigenen Biographie gegenüber zu entwickeln und dadurch Zusammenhänge bewusst zu empfinden, zu erkennen und anzuerkennen. Dies schafft die Grundlage zu freierem Gestalten der eigenen Zukunft.

Mein Angebot richtet sich an Menschen die:

° vor wichtigen Entscheidungen stehen

°nach Neuorientierung in ihrem Leben suchen

°sich in einer Krisensituation befinden

° an ihrer persönlichen Entwicklung arbeiten möchten

° nach einem Sinn in ihrem Leben suchen

Ist ihr Interesse geweckt?

Mehr darüber gerne in einem persönlichen Gespräch.

Erntezeit

Biographiearbeit – was ist das ?

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Evaluation zur Biographie-Arbeit bei Angela Herr im Sommer 2014

Im Folgenden versuche ich in Worte zu bringen, was ich in den 7 Treffen mit Angela Herr zu meiner Biographie-Arbeit erlebt habe:

Ich war mit meinen 53 Jahren in der Mitte meines 8. Lebensjahrsiebts und fühlte mich in vielerlei Hinsicht festgefahren, wusste nicht recht wie weiter. Im Frühjahr hatte ich das Buch „Der Mensch an der Schwelle“ von Bernhard Lievegood gelesen und durch eine Empfehlung wusste ich, dass Angela Herr ihre Ausbildung zur Biographie-Arbeit am gleichnamigen Institut gemacht hatte. Mein geistiger Hintergrund ist mittlerweile stark von der Anthro-posophie Rudolf Steiners geprägt und so erschien es mir passend zu ihr zu gehen.

Ein paar Beispiele dieses Wegs mögen genügen um das Wesentliche spürbar werden zu lassen. Angela Herr hatte rasch erkannt, dass es wichtig ist mein Redetalent einzubremsen um ihre und meine Zeit nicht zu vergeuden und so ließ sie mich immer wieder künstlerisch arbeiten. Dazu war vor allem nötig: genau hin spüren in mein Inneres – im Jetzt Empfinden, was ist; gleichzeitig: heraus aus den Vorstellungen – dem Denken und Reden, was anfangs eine Herausforderung war.

Einmal sollte ich aus zwei Tonklumpen etwas formen, was zum einen meine derzeitige Situation und auch meine Zukünftige zum Ausdruck bringt. Es war ein Ringen darum und eine Befreiung. Ein anderes Mal sollte ich mich auf 7 farbige Filzkreise stellen, die die großen Planeten symbolisierten. Dabei wurde auf erstaunlich direkte Weise vieles klar erkennbar: Neigungen, Schwächen/Stärken … auch alte Verhaltensmuster erklärbar und auch bislang wenig genutzte Ressourcen.

Nach den ersten Malen war mir beim Heimkommen klar, dass ich dort einer Kraft, einer Qualität begegnete, die mich tief innen berührte. Ich fühlte mich dann stets ein paar Tage lang auf eine gute, tiefe Art lebendig. Der eigentliche Biographie-Durchgang durch die Lebensjahrsiebte dauerte drei Sitzungen und ich empfand es (noch mal wie im Leben) als eine schwere Zeit für mich bis sich beim letzten Termin alles in Wohlgefallen durch Erkenntnis löste.

Danach gab es eine Stunde mit der Aufgabe in gemalter Form aus drei zeitlich verschiedenen Perspektiven auf mich heute zu blicken. Auch das machte auf gute und einfache Weise sichtbar, was schon da ist. Damit könnte ich auch meinen Wunsch bei diesem Prozess beschreiben: ich wollte nicht mehr von jemandem etwas in mich hinein geheimst bekommen zu einzelnen Problemen und meinem Leben, sondern ich wollte – mit einer guten Hilfe – selber anschauen können, was sich in 53 Jahren Leben schon gezeigt hatte und daraus Erkenntnis und Ausblick auf Möglichkeiten des Zukünftigen schöpfen. Diese gute Hilfe hatte ich in Angela Herr und dafür bin ich zutiefst dankbar. Sie hat sich mit mir zusammen auf diesen Weg und die Suche gemacht und war offen für alles, was sich zeigen wollte. Was bleibt? Das Erlebnis einer tiefen Erfahrung. Das anfangs formulierte Ziel von mehr Geduld und Milde ist in ein übendes Umgehen damit übergegangen. Insgesamt fühlt es sich so an, dass etwas ganz Wunderbares und Kostbares in mir nun deutlich lebt und zum Ausdruck kommen darf.

Aus ganzem Herzen: Danke! M. H., Rosenheim

 

 

 

 

Biografiearbeit – Meine Muster klarer erkennen

In mir steckt Unzufriedenheit und ich weiß nicht so recht, weshalb. Der äußere Lebensrahmen passt scheinbar; und doch komme ich nicht zur Ruhe. Die Stimmung schwankt und kippt, ich fange mich und es geht irgendwie wieder. So kann’s nicht weitergehen! Ich möchte etwas ändern:

Im gemeinsamen Gespräch klären wir die Biografiearbeit ab. Zunächst bestimme ich meinen Standort und dann wo ich hin möchte. Als Unterstützung bekomme ich verbale Bilder und Vergleiche angeboten. Ich spüre dem nach und finde heraus, was meinem Empfinden entspricht.

Zwei Kugeln Ton liegen vor mir. Ich nehme eine, spüre mit den Händen die Masse und beginne zu formen. Ein Gebilde entsteht, das meinen Ist-Zustand widerspiegelt. Mit der zweiten Kugel verfahre ich ähnlich nach Impulsen, die ich höre und lasse meine Hände gestalten. Es entsteht eine tolle Skulptur. Ich beschreibe mit Worten die entstandenen Kunstwerke.

Mit Pastellölkreide beginne ich aus der Mitte meines Seins zu malen. Ich wähle die Farben spontan aus, mein rechter Arm bringt die inneren Ideen aufs Papier. Aus der Ferne betrachtet wirkt mein Bild ganz anders. Ich wähle einen kleinen Ausschnitt aus und verwandle ihn im zweiten Malprozess. Durch klare Anweisungen kann ich ganz bei mir bleiben und entdecke die kreativen Kräfte und Energien, die in mir da sind und leben möchten.

Bei einer Planetenreise beleuchte ich meine Seelenqualitäten. Entsprechend meinen inneren Impulsen wähle ich die Farben (Planeten) aus, auf denen ich stehen möchte. Nachfragen und Anregungen helfen mir, die inneren Bilder konkreter zu beschreiben. Ich entdecke Schätze, die ich in mir heben kann und Möglichkeiten, die mir offen stehen. Ein konkreter Satz oder eine kurze Beschreibung verdeutlichen mein Empfinden.

Ich betrachte mein Leben in siebener Schritten (1. – 7. Lebensjahr, 8. – 14. usw.) und versetze mich jeweils in das entsprechende Alter. Es kommen Bilder und bisherige Ereignisse in Erinnerung, die ich erzähle. Ich gehe in die jeweilige Stimmung hinein und spüre die Energie. Dazu bilde ich mit dem Körper eine entsprechende Geste.

Die kreative Biografiearbeit beschließe ich mit dem Malen in drei verschiedenen Ebenen: zunächst versetze ich mich in das kleine Mädchen, beim zweiten Bild bin ich die erwachsene Frau und beim dritten Bild schaue ich auf mein Leben zurück. Jedes Bild bekommt einen Titel. Ähnliche Strukturen in unterschiedlicher Qualität sind in allen drei Bildern erkennbar.

Meine Struktur und meine Muster sind mir durch die liebevolle Begleitung klarer geworden. Ich gehe bewusster mit Alltagssituationen um, kann auf neue Mechanismen zurückgreifen, probiere andere Wege aus, agiere achtsamer und bleibe gelassener.